Bußgeldrecht

Dazu gehören etwa Geschwindigkeitsüberschreitungen, Rotlichtverstöße, Alkohol/Drogen am Steuer oder nicht zugelassene Veränderungen am Fahrzeug. Der Umfang der Sanktion ist in einem Bußgeldkatalog festgelegt.

Hier sollten Sie vor allem so schnell wie möglich einen Anwalt aufsuchen. Spätestens, wenn Sie einen Anhörungsbogen erhalten haben oder bei einer Anhaltung von der Polizei bereits angehört wurden. Da das Buß-geldverfahren ein streng formelles Verfahren ist, können Verfahrensfehler zu Ihren Gunsten genutzt werden. Dies funktioniert meist nur ganz am Anfang des Verfahrens.

Machen Sie bitte bei einer Anhaltung durch die Polizei keinerlei Angaben. Sie können Ihre Rechtsposition nur verschlechtern. Die Polizei sucht sich aus Ihrer Aussage immer nur das aus, was gegen Sie spricht. Auch vermeintlich nur entlastende Aussagen haben sich im Nachhinein schon als belastend erwiesen, so führt die Angabe einer dringenden Notdurft schnell zu einer Erhöhung des Bußgeldes wegen Vorsatzes, da Sie dann ja bewußt zu schnell gefahren sind. Die Polizei ist in dieser Phase einfach erfahrener als Sie. Schlauer als die Polizei ist allerdings Ihr Anwalt. Der hat dann alle Möglichkeiten offen, wenn Sie noch keine Angaben gemacht haben. Die einzige Ausnahme hiervon ist die Angabe eines Nachtrunks. Nach der Blutentnahme wird vom Gericht die Nachtrunkbehauptung nicht mehr anerkannt.

Melden Sie sich nach einer Anhaltung oder wenn Sie einen Anhörungsbogen erhalten haben (keinesfall zurückschicken!), sofort bei mir. Ich habe das komplette Handwerkszeug (einschließlich technischem Knowhow) um z.B. gegen falsche Geschwindigkeitsmessungen etc. vorzugehen. Es lohnt sich - vor allem bei einem Fahrverbot!